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Nachdem die 7-Tage-Inzidenz-Werte seit einer Woche unter 100 liegen (gerechnet auf 100.000 Einwohner) wird es ab Sonntag, 16. Mai, endlich wieder Präsenz-Gottesdienste geben. Gleichzeitig können auch wieder Taufen – allerdings in eigenen Tauf-Gottesdiensten – gefeiert werden.

Nach derzeitigem Stand sind Treffen der Gemeindegruppen, der Konfirmand*innen sowie der Musikgruppen wieder möglich. Jeweils gemäß den Vorgaben der Corona-Schutz-Verordnung.

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Aktuelles / News:

„Bei uns sterben die Menschen nicht an Corona. Bei uns verhungern sie…“

Notruf aus unserer Partnerkirche in Simbabwe

Wir hoffen, es geht Euch im Münsterland gut – trotz Corona. Bei uns sterben die Menschen nicht an Corona. Bei uns verhungern sie. Viele unserer Mitglieder sind so arm, dass sie keine Vorräte zu Hause haben. Nun gibt es im ganzen Land eine Ausgangssperre und niemand darf mehr als Tagelöhner arbeiten. Es ist wirklich dramatisch in Simbabwe."

Dieser eindringliche Notruf von Pfarrer Kennedy Gora erreichte in der letzten Woche die Partner im westlichen Münsterland. Pfarrer Gora ist Vorsitzender des Partnerschaftskomitees der Ost-Diözese der Evangelisch-Lutherischen Kirche von Simbabwe. Mit ihr verbindet den Kirchenkreis Steinfurt-Coesfeld-Borken seit sieben Jahren eine enge Partnerschaft.

Alle aktuellen Nachrichten aus dem Land im südlichen Afrika bestätigten die Schilderung von Pfarrer Gora. Die wirtschaftliche Lage im Land ist schon lange desaströs. Schon vor der Ausgangssperre hat kaum jemand geregelte Arbeit. Der dringend benötigte Regen ist im letzten Jahr erneut ausgeblieben. Die Preise für Grundnahrungsmittel explodieren und mit ihnen die Armut. 

Das Gesundheitssystem ist praktisch jetzt schon zusammengebrochen und eine Behandlung der Erkrankten kaum möglich. Durch Fehl- und Unterernährung gehören weite Bevölkerungskreise zur Risikogruppe. Hinzu kommen eine hohe HIV-Rate und viele Tuberkulosekranke. 

Obwohl es nach offiziellen Angaben bislang nur wenig Infizierte gibt, schwebt die Pandemie wie ein Damoklesschwert über dem Land. In den engbesiedelten Townships sind Sicherheitsabstände nicht möglich. An Schutzkleidung ist nicht zu denken. Es fehlt an sauberem Wasser und Seife zum Händewaschen. 

Das Partnerschaftskomitee in Steinfurt war sich darum schnell einig, dass Hilfe geleistet werden soll. Beschlossen wurde zunächst eine Soforthilfe von 10.000 Euro. Neben Lebensmitteln wie Maismehl, Bohnen und Öl bitten die Partner besonders um Seife. Ein Luxusprodukt für viele Familien, aber zur Eindämmung von Corvid-19 lebenswichtig. 

„Als Partner beten wir füreinander, doch unsere Partnerschaft sollte sich nicht im Gebet und in warmen Worten erschöpfen, „bekräftigt Pfarrer Goos, der das Komitee im Kirchenkreis leitet, die Entscheidung. „Gerade in Krisenzeiten zeigt sich, was eine Partnerschaft wert ist."

Im Namen des Komitees bittet er um weitere Unterstützung für die Partnerkirche, um ihren Familien das Überleben zu ermöglichen. 

Spenden werden erbeten auf das Konto des Kirchenkreises Steinfurt-Coesfeld-Borken bei der KD-Bank:
DE85 3506 0190 0000 7777 73, Stichwort: Spende Simbabwe/Anschrift des Spenders.

Foto: Die Martin-Luther Kirche in Harare verteilt bereits seit längerem monatlich Lebensmittel an mittellose Menschen über 75 Jahre.

Ein Brief der Kinderkirche in Reken
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